Technisches Hilfswerk
OV Clausthal-Zellerfeld
  Home » Übungen » Chemieunfall im Harz Suche:
Wir über uns
Einheiten
Jugend
Fahrzeuge
Einsätze
Übungen
Sonstige Aktivitäten
Presse
Helfervereinigung
Links
Kontakt
 
Intern

2010-08-13 - 2010-08-14
Chemieunfall im Harz


Eine zweitägige Übung mit gut 100 Einsatzkräften führten die Spezialeinheit für Bergung in ABC-Lagen (SEB ABC) der THW-Ortsverbände Clausthal, Osterode am Harz und Northeim am 13. und 14. August 2010 zusammen mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft 4 (Umweltfeuerwehr) des Landkreises Northeim in Clausthal durch. Mit dabei war auch die Freiwillige Feuerwehr aus Clausthal-Zellerfeld.

Ziel der Übung war die Anwendung der einsatztaktischen Vorgehensweise der SEB-ABC bei einem Bergungseinsatz in einer A/C-Lage unter einsatznahen Bedingungen. Weiterhin sollte die Übung die Kenntnisse und Fähigkeiten der Helferinnen und Helfer sowie der Führungskräfte in fachlicher Hinsicht sowie in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den Feuerwehreinheiten überprüfen.

Hierfür hatten sich die Führungskräfte von Feuerwehr und THW mehrere Übungen ausgedacht:

Am Freitagabend wurde durch den 3. Zug der Umweltfeuerwehr gemeinsam mit den THW-Zugtrupps die Nullrate der terrestrischen radioaktiven Strahlung an acht Stellen im Landkreis Goslar gemessen. Hierbei wird die immer vorhandene natürliche Hintergrundstrahlung ermittelt um bei Einsätzen einen Referenzwert zur Verfügung zu haben. Ansonsten könnte nicht festgestellt werden, ob durch ein Unglück radioaktive Strahlung freigesetzt worden ist. Die übrigen Einheiten übten währenddessen den Aufbau einer Ölsperre auf stehendem Gewässer.

Am Samstag fand eine komplexe Einsatzübung unter Annahme eines Chemieunfalles bei Ladearbeiten statt. Beim Entladen eines Fahrzeuges wurde die Umverpackung der Chemikalien beschädigt. Durch eine nachfolgende Verpuffung treten weitere Chemikalien aus, einige Behältnisse werden auch in den nahgelegenen Unteren Hausherzberger Teich geschleudert.

Gemeinsam dichten Kräfte der Umweltfeuerwehr und des THW unter Einsatz von Chemikalienschutzanzügen die beschädigten Behältnisse ab, um ein weiteres Austreten der Stoffe zu verhindern. Taucher bergen parallel hierzu die Gefahrstoffe aus dem See.

Um auch die anwesende Arztgruppe zu beschäftigen, wurde während der Übung ein Unfall mit der Folge eines Beinbruches eines CSA-Trägers simuliert. Dieser musste aus dem Gefahrenbereich gerettet, dekontaminiert und dann medizinisch versorgt werden.

Trotz des Erkennens einiger Verbesserungsmöglichen in den Abläufen zeigte die Übung ein gutes Zusammenwirken aller Beteiligten und eine gute fachliche Qualifikation der ehrenamtlichen Kräfte beider Organisationen.

(nfg)

Bericht: THW Northeim