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2005-09-02
Bergung eines Stickstofftransportes


Clausthal, am 02.09.2005

Am 02.09.2005 wurden um 15:13 Uhr die Helfer des THW Ortverbandes Clausthal-Zellerfeld über Ihre Funkalarmempfänger alarmiert. Vor dem Gebäude des Institutes für Organische Chemie der Technischen Universität Clausthal war ein mit flüssigem Stickstoff beladener Sattelzug beim Rangieren vom Weg abgekommen und drohte umzukippen.

Bereits 10 Minuten nach der Alarmierung rückte der GKW I mit 7 Helfern Besatzung zur Einsatzstelle aus. Kurz darauf folgten der MTW des Zugtrupps sowie der Kipper der Fachgruppe Räumen und der GKW II. Insgesamt waren 15 Helfer im Einsatz.

Die eingetroffenen Helfer sicherten zunächst den Sattelzug mit zwei Greifzügen. Dazu wurde ein Greifzug am Rahmen des Aufliegers in der Höhe des Knickgelenks und der andere am Rahmen kurz vor der Hinterachse angeschlagen. Um den Auflieger zu stabilisieren, wurde das hintere Greifzugseil über den Tank geführt. Auf der anderen Seite wurden beide Greifzüge an Stahlbetonpfeilern des Instituts für Organische Chemie befestigt.

Nach der Sicherung wurde der Sattelzug mit der Seilwinde des GKW I auf festen Boden gezogen. Da hier die 5t Zugkraft des direkten Zuges nicht ausreichten, wurde der GKW I umgedreht. Mit den 10t Zugkraft des umgelenkten Windenseils gestaltete sich die weitere Bergung unkompliziert.

Um 16:00 Uhr war der Sattelzug wieder mit allen Rädern auf dem Weg und der Rückbau konnte eingeleitet werden.

Der Einsatz war gegen 16:30 Uhr beendet.
Eingesetzte Helfer: 15 Helfer

Ein Gefahrguttransport drohte zu kippen

Der Transport wird mit Stahlseil und Bandschlinge gesichert

Zur Bergung mußte der Greifzug ständig kontrolliert werden

Anschlag des Greifzugseiles am Institutsgebäude

Gegen 16:30 stand das Fehrzeug wieder auf festem Boden

Der flüssige Stickstoff war wieder sicher

Informationen zu flüssigem Stickstoff (siehe Wikipedia: Stickstoff):

Klasse 2
Gefahrenzahl 22 (Tiefgekühlt verflüssigtes Gas, erstickend)
UN-Nummer 1977